Keine Leerstellen in Kunst und Kultur zulassen

Schwerin (dpa/mv) - Der vom Land aufgelegte 20 Millionen Euro-Schutzfonds für Kunst und Kultur ist nach den Worten von Kulturministerin Bettina (SPD) noch gut gefüllt. Doch gehe sie davon aus, dass die bereitgestellten Mittel nun rasch abfließen. Die ersten Monate der Corona-Krise hätten Einrichtungen wie Theater und Konzerthäuser noch mit Kurzarbeit und den regulären Zuwendungen überbrücken können. «Der Bedarf wird jetzt sichtbar. Wir wissen, dass sehr viele Anträge in der Pipeline sind», sagte am Freitag im Landtag in Schwerin in einer von der Linksfraktion beantragten Aussprache. Auch die Kultur profitiere von den schrittweisen Lockerungen der Corona-Schutzvorschriften. Doch wegen der begrenzten Besucherzahlen fehlten Einnahmen. Mit der Bereitstellung zusätzlicher Mittel würden Land und Bund gegensteuern, um die kulturellen Angebote zu sichern. «Wir müssen aufpassen, dass bei uns in Mecklenburg-Vorpommern keine Leerstellen entstehen», betonte . Kunst und Kultur seien nicht nur «Futter für die Seele», sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Tourismusland. verwies dabei unter anderem auf das Klassikfestival Festspiele MV, das im Sommer coronabedingt nur sehr eingeschränkt stattfinden konnte. Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu deren Eindämmung hätten die Kulturlandschaft bis ins Mark getroffen, sagte Eva-Maria Kröger von der Linksfraktion. Noch immer befänden sich viele Künstler im Existenzkampf statt kreativ tätig sein zu können. «Unsere Aufgabe muss sein, Kultur wieder zu ermöglichen, alle Kulturstätten zu erhalten und Veranstaltungen zu unterstützen», mahnte Kröger. Kultur müsse als Pflichtaufgabe wahrgenommen werden. Dazu gehöre auch die Unterstützung von Klubs, die Live-Veranstaltungen bieten.

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