Schnelle und kräftige Erholung der Ost-Wirtschaft

(Quelle: dpa) Schnelle und kräftige Erholung der Ost-Wirtschaft

Dresden (dpa) - Mit zunehmendem Wegfall der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie wird die ostdeutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Ifo-Instituts in diesem Jahr um 2,4 Prozent wachsen.
«Wir gehen von einer schnellen und kräftigen Erholung aus», sagte Konjunkturexperte Joachim Ragnitz am Mittwoch in Dresden. 2022 werde sich das Wachstum dann wieder normalisiert haben.
Die Wirtschaftsleistung in Ostdeutschland wird laut Ragnitz im nächsten Jahr um 3,6 Prozent über Vorjahresniveau liegen. Für Deutschland insgesamt wird ein Plus von 3,3 in diesem sowie 4,3 Prozent im nächsten Jahr erwartet. Für das laufende Jahr prognostiziert das Ifo zudem eine Zunahme der Erwerbstätigenzahl in Ostdeutschland um knapp 12.000 Menschen (0,1 Prozent) und für 2022 um 98.000 (1,2 Prozent).
Die Prognose für 2021 liegt unter der vom Dezember 2020 mit einem damals vorhergesagten Konjunkturplus von 3,6 Prozent. Anders als erwartet habe es eine dritte Welle und einen massiven Lockdown gegeben, sagte Ragnitz. Das habe auch die Entwicklung im Frühjahr 2021 gedämpft, vor allem bei Dienstleistern. Das Ifo-Institut geht im zweiten Halbjahr aber von einem kräftigen Anstieg der Wirtschaftsleistung aus. Vor allem in der Industrie sowie im Handel gehe es nach oben aufgrund des Konsumstaus. Allerdings spürten stationäre Einzelhändler die Auswirkungen des Online-Shoppings.
2022 werde sich das Wachstum in allen Zweigen stabilisiert haben, da auch Lieferengpässe bei Baumaterialien, Mikrochips und anderen Waren verschwinden, sagte Ragnitz. Angesichts der geschmälerten Eigenkapitalsituation rechnet er langfristig mit Zurückhaltung von Unternehmen bei Investitionen - und einer Zunahme von Firmenschließungen, besonders in Handel und Gastronomie. «Das sind Unternehmer, die persönlich haften, und keine Insolvenz anmelden müssen.» Die Politik sollte Forschung und Entwicklung sowie Unternehmensgründungen fördern.
© dpa-infocom, dpa:210623-99-110899/2
Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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