Ermittlungen noch nicht beendet

(Quelle: dpa) Ermittlungen noch nicht beendet

Frankfurt/Main (dpa) - Nach der Festnahme des mutmaßlichen Verfassers der «NSU 2.0»-Drohschreiben sind die Ermittlungen nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft keineswegs abgeschlossen.
«Es gibt weitere offene Fragen», betonte Albrecht Schreiber, der Leiter der Behörde, am Mittwoch bei der Vorstellung der bisherigen Erkenntnisse. Dabei gehe es insbesondere um die Frage, wie der am Montagabend festgenommene 53 Jahre alte Mann aus Berlin sich die Daten mit den Adressen seiner Opfer verschafft habe. Auch ob er eventuell Helfer oder Mittäter gehabt habe, müsse untersucht werden: «Wir sind nicht am Ende.»
Nach «aktuellem Wissenstand» deute nichts auf die Beteiligung von Polizeibeamten an den Drohschreiben hin, sagte Hanspeter Mener, der im vergangenen Jahr als Sonderermittler die Ermittlungen übernommen hatte. Wie der Mann, der seit mehreren Jahren arbeitslos war und nach eigenen Angaben eine Ausbildung im IT-Bereich habe, an die Adresse der Empfänger der Drohschreiben kam, müsse noch geklärt werden. Die Hypothese gehe von erfolgreichem «social engineering» des Verdächtigen aus, der sich erfolgreich als Polizist oder Behördenmitarbeiter ausgegeben haben könnte.
Die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz hatte im August 2018 Todesdrohungen gegen sich und ihre Familie erhalten. Das Schreiben war mit «NSU 2.0» unterzeichnet gewesen. Im Prozess gegen die rechtsextreme Terrorzelle NSU hatte die Juristin als Nebenklagevertreterin Angehörige von Opfern der Mordserie vertreten. Später gingen auch Drohschreiben an andere Politikerinnen und Personen des öffentlichen Lebens.
© dpa-infocom, dpa:210505-99-479761/2
Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren ...

www.hier-aktuell.de [+]

SPD-Chefin erhält erneut Drohschreiben von «NSU 2.0»

(Quelle: dpa) SPD-Chefin erhält erneut Drohschreiben von «NSU 2.0» Wiesbaden (dpa) - Die hessische SPD-Partei- und Fraktionschefin Nancy Faeser hat erneut einen mit «NSU 2.0» unterschriebenen Brief erhalten. Der Brief sei vor wenigen Tagen in ihrem Wahlkreisbüro eingegangen, erklärte ein SPD-Sprecher am Montag in Wiesbaden. Das Schreiben habe im Wesentlichen aus der Zeile «NSU 2.0» und dem internationalen Symbol mehr ... 7. Juni 2021

web.de

SPD-Chefin erhält erneut Drohschreiben von "NSU 2.0"

Partei, Drohschreiben, Faeser, Chefin, Nancy, Brief, Fraktionschefin Die hessische SPD-Partei- und Fraktionschefin Nancy Faeser hat erneut einen mit "NSU 2.0" unterschriebenen Brief erhalten. mehr ... 7. Juni 2021

noz.de

Hessen: SPD-Chefin erhält erneut Drohschreiben von „NSU 2.0“

Hessen, Mai, Drohschreiben, Beretis, Ende, Faeser, Chefin, Nun, Nancy, Brief Beretis Ende Mai erhielt Nancy Faeser einen mit „NSU 2.0“ unterschriebenen Brief. Nun folgt ein weiteres Schreiben, der dem Landeskriminalamt übergeben worden ist. mehr ... 7. Juni 2021

zeit.de

Kriminalität: SPD-Chefin erhält erneut Drohschreiben von "NSU 2.0"

Kriminalität, Drohschreiben, Chefin, Informationen, Lesen, Thema Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „SPD-Chefin erhält erneut Drohschreiben von "NSU 2.0"“. mehr ... 7. Juni 2021

spiegel.de

Hessische SPD-Chefin erhält erneut »NSU 2.0«-Drohschreiben

Partei, Drohschreiben, Drohungen, Faeser, Chefin, Brief, Nancy, Ziel, Hessische, Fraktionschefin Die hessische SPD-Partei- und Fraktionschefin Nancy Faeser ist weiter Ziel mutmaßlich rechtsextremer Drohungen. In ihrem Wahlkreisbüro ging ein mit »NSU 2.0« gezeichneter Brief ein. mehr ... 7. Juni 2021

presseportal.de

POL-RE: Recklinghausen: Ermittlungserfolg nach monatelanger Arbeit

Drogenbande, Recklinghausen, Polizei, Staatsanwaltschaft, Bochum, Zusammenarbeit, Mitglieder, Tatvorwurf, Ermittlungserfolg, Arbeit Recklinghausen (ots) - Die Polizei hat nach monatelangen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bochum die mutmaßlichen Mitglieder einer Drogenbande dingfest gemacht. Der Tatvorwurf lautet: Banden- und gewerbsmäßiger ... mehr ... 26. Mai 2021

sat1regional.de

Nach Tötungsdelikt in Dänischenhagen und Kiel: Tatverdächtiger nutzte offenbar „Uzi“ und Pistole

Kiel, Dänischenhagen, Jahre, Pistole, Staatsanwaltschaft, Einzelheiten, Fall, Getöteten, Stand, Tatverdächtiger Polizei und Staatsanwaltschaft haben in dem Fall der drei Getöteten in Dänischenhagen und Kiel neue Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen bekannt gegeben. Ein Bekannter des mutmaßlichen 47 Jahre alt ... mehr ... 22. Juni 2021

expand_less