Hohe Dunkelziffer bei Antisemitismus in Sachsen

(Quelle: dpa) Hohe Dunkelziffer bei Antisemitismus in Sachsen

In Sachsen gibt es einer zufolge eine Vielzahl antisemitischer Vorfälle, die nicht in polizeilichen Statistiken auftauchen. Es müsse von einem «erheblichen Dunkelfeld» in allen Regionen des Freistaates ausgegangen werden, sagte Benjamin Steinitz, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus am Dienstag bei der Vorstellung der Untersuchung.
Berlin/Dresden (dpa/sn) - In Sachsen gibt es einer zufolge eine Vielzahl antisemitischer Vorfälle, die nicht in polizeilichen Statistiken auftauchen. Es müsse von einem «erheblichen Dunkelfeld» in allen Regionen des Freistaates ausgegangen werden, sagte Benjamin Steinitz, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus am Dienstag bei der Vorstellung der Untersuchung. Insgesamt wurden in der Analyse für die Jahre 2014 bis 2019 712 Fälle von Antisemitismus erfasst. Rund ein Viertel davon tauche nicht in der Polizeistatistik auf und sei nur aus zivilgesellschaftlichen Quellen bekannt, hieß es.
Mehr als die Hälfte der Vorfälle ereigne sich in den drei größten Städten Leipzig, Dresden und Chemnitz. Dabei beobachten die Autoren häufiger offen zur Schau getragenen Antisemitismus bei Demonstrationen - etwa Kundgebungen von Pegida und Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen. Dort würden nicht nur antisemitische Verschwörungsmythen verbreitet, sondern hätten sich Teilnehmer mehrfach einen gelben Stern angeheftet, um sich selbst als Opfer zu stilisieren - und so NS-Verbrechen relativiert, sagte Steinitz.
© dpa-infocom, dpa:210223-99-557060/2
Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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