Brexit-Deal für Beschäftigte im Saarland mit am wichtigsten

(Quelle: dpa) Brexit-Deal für Beschäftigte im Saarland mit am wichtigsten

Das Brexit-Abkommen ist im Vergleich der Bundesländer für das Saarland von großer Bedeutung. Denn in dem kleinsten Flächenland Deutschlands sind mit 5,4 Prozent die meisten Beschäftigten vom Export ins Vereinigte Königreich abhängig, wie das Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel am Donnerstag mitteilte.
Saarbrücken/Kiel (dpa/lrs) - Das Brexit-Abkommen ist im Vergleich der Bundesländer für das Saarland von großer Bedeutung. Denn in dem kleinsten Flächenland Deutschlands sind mit 5,4 Prozent die meisten Beschäftigten vom Export ins Vereinigte Königreich abhängig, wie das Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel am Donnerstag mitteilte. An zweiter Stelle steht Bremen mit 4,7 Prozent, gefolgt von Bayern mit 3,6 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liege bei 2,9 Prozent.
Laut Analyse lassen sich bundesweit rund 188 000 Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe direkt dem Export nach Großbritannien zurechnen, wie das IfW weiter mitteilte. Ein Großteil davon entfalle auf die großen industriereichen Bundesländer: In Bayern sind es fast 48 000 Beschäftigte, in Baden-Württemberg knapp 38 000 und in Nordrhein-Westfalen gut 31 000. Im Saarland liegt die Zahl bei 4800. Hinzu kommen Beschäftigte bei Zulieferern.
Im Branchenvergleich seien in der Autoindustrie und dem Maschinenbau die meisten Arbeitsplätze vom Absatz in Großbritannien abhängig, hieß es. Vor der Corona-Krise erreichte der Export ins Vereinigte Königreich im mehrjährigen Durchschnitt einen Anteil von fast 7 Prozent am deutschen Gesamtexport, der Spitzenwert des Saarlands betrug sogar 14 Prozent.
Der mühsam ausgehandelte und auf EU-Seite zunächst vorläufig in Kraft gesetzte Handelspakt gilt seit dem 1. Januar und hat den gefürchteten No-Deal-Brexit verhindert. Trotzdem müssen sich Unternehmen auf etliche Änderungen und viel Bürokratie einstellen.
© dpa-infocom, dpa:210121-99-114090/4
Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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