13. Januar 2021 16:33 Uhr

Streit um Finanzierung für Programm gegen Radikalisierung

(Quelle: dpa) Streit um Finanzierung für Programm gegen Radikalisierung

Der Jenaer Verein Drudel 11 hat sich enttäuscht über das Vorgehen des Landes bei einem Programm zur Deradikalisierung im Thüringer Justizvollzug gezeigt. Der Verein habe das seit 2017 laufende Programm entwickelt und dafür etwa Workshops mit Häftlingen durchgeführt.
Jena/Erfurt (dpa/th) - Der Jenaer Verein Drudel 11 hat sich enttäuscht über das Vorgehen des Landes bei einem Programm zur Deradikalisierung im Thüringer Justizvollzug gezeigt. Der Verein habe das seit 2017 laufende Programm entwickelt und dafür etwa Workshops mit Häftlingen durchgeführt. Aufgrund von Finanzierungsprobleme sehe es nun aber so aus, als müsse es mit Jahresende 2020 eingestellt werden, teilte der Verein am Mittwoch mit.
Das Programm, bei dem etwa Häftlinge vor rechtsextremer Radikalisierung bewahrt werden sollen, wurde durch den Bund und das Land finanziert. Der Verein aber sei der Überzeugung gewesen, dass mehr Geld für Personal nötig sei. Allein mit zwei Stellen sei die Arbeit in vier Gefängnissen, einer Jugendstraf- und einer Jugendarrestanstalt sowie an den 23 Außenstellen des Thüringer Oberlandesgerichts nur oberflächlich zu erledigen.
«Wir sind nicht bereit, als Präventionsfeigenblatt eine reine Alibifunktion zu erfüllen», sagte der Vorstandsvorsitzende Sebastian Jende. Ursprünglichen seien es mehr als vier Stellen gewesen. «Es tut vor allem Dingen weh, weil wir mit der Arbeit etwas erreichen wollten - gerade heute, da Radikalisierung an allen Ecken und Enden eine Rolle spielt», so Jende im Gespräch mit dpa.
Das Deradikalisierungsprogramm werde auch im Jahr 2021 zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt, heißt es derweil aus dem Justizministerium. «Falls die Zusammenarbeit mit dem Verein Drudel 11 beendet würde, wird ein Wechsel zu einem geeigneten anderen Träger stattfinden», teilte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage am Mittwoch mit. Eine Erhöhung der Fördergelder für das Programm sei auch mit Blick auf die Corona-Pandemie haushaltsrechtlich nicht zulässig.
Thüringen setze auf verschiedene Bausteine, um auf unterschiedlichen Wegen Gefangene und Straftäter zu resozialisieren und erforderlichenfalls zu deradikalisieren, hieß es aus dem Ministerium. Das Angebot von Drudel 11 sei nicht das einzige vergleichbare Programm im Freistaat.
Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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