Unterschiedlicher Umgang mit Heizpilzen im Saarland

Saarbrücken (dpa/lrs) - Saarbrücken bleibt eisern bei der Diskussion um gasbetriebene Heizpilze in der Wintersaison: In der Landeshauptstadt bleiben sie aus Umweltschutzgründen verboten - im Gegensatz zu anderen saarländischen Städten wie Homburg, Neunkirchen und St. Wendel. Um Cafés, Restaurants und Gaststätten in Corona-Zeiten dennoch zu unterstützen, können Gastronomen ab sofort das Aufstellen von Pavillons beantragen. Diese dürfen dann mit elektrischen Heiz- und Infrarotstrahlern beheizt werden. Darüber hinaus wurde die Erweiterung der Flächen für die Außenbestuhlung bis Ende März 2021 verlängert. Der saarländische Hotel- und Gaststättenverband zeigte sich enttäuscht, dass es bei dem Verbot in der Landeshauptstadt bleibe. Man freue sich jedoch, so Geschäftsführer Frank C. Hohrath, dass die Stadt die Anregungen für Zelte beziehungsweise Wind- und Wetterschutz aufgenommen habe. «Noch schöner hätten wir es aber gefunden, wenn auch unser Vorschlag berücksichtigt worden wäre, auf Gebühren jetzt und im kommenden Jahr für die sogenannte Sondernutzung zu verzichten, beziehungsweise sie zu erstatten», sagte Hohrath. Festzuhalten bleibe, die Stadt habe sich bewegt und die vorhandenen Sondernutzungsgenehmigungen verlängert. «Damit hat sie Hilfe zur Selbsthilfe gegeben.» Nun hoffe man, «dass all das nun schnell und möglichst unbürokratisch abläuft.» An die Ordnungsämter appellierte er, sich jetzt mit den ohnehin knappen Personalressourcen um die Einhaltung von Corona-Regeln zu kümmern, statt um das richtige Aufstellen von Pavillons und Zelten. «Wir haben aber den Eindruck, dass es in den Gemeinden im Saarland überwiegend gut läuft.» In St. Wendel etwa sind gasbetriebene Heizpilze nicht verboten: «Sie waren schon immer erlaubt und vor dem aktuellen Hintergrund denken wir im Interesse von Einzelhandel und Gastronomie jetzt nicht daran, diese Regelung abzuschaffen», sagte Stadtsprecher Volker Schmidt. Auch in St. Ingbert dürfen Heizpilze betrieben werden, zudem werde nach Auskunft von Stadtsprecher Florian Jung derzeit geprüft, wie die Gastronomen Zelte aufbauen können. Nach Ansicht von Oberbürgermeister Ulli Meyer (CDU) müsse man alles tun, um weitere Infektionen zu vermeiden. An der frischen Luft sei das Risiko aber bekanntlich niedriger als in geschlossenen Räumen. «Der Gesundheitsschutz geht vor», sagte Jung. «Parallel sollen unsere Gastronomen erfolgreich die kalte Jahreszeit überstehen, und Besucher sollen sich wohlfühlen.» Daher unterstütze die Stadtverwaltung mit allen Mitteln die Gastronomen. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) appellierte ganz grundsätzlich, in der Krise pragmatisch zu handeln, «bevor ganze Branchen sterben».

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