Bis zu 4 Millionen Euro weniger im Etat

(Quelle: dpa) Darmstadt (dpa/lhe) - Rüdiger Fritsch, Präsident des Zweitligisten SV Darmstadt 98, erwartet für die kommenden Jahre schwerwiegende Folgen der Coronavirus-Pandemie für den Fußball. «Corona ist noch lange nicht vorbei», sagte Fritsch am Montag in einem Mediengespräch. Niedrigere TV-Erlöse, fehlende Zuschauereinnahmen und sinkende Sponsoreneinnahmen führten dazu, dass ein Zweitligist wie Darmstadt in den kommenden Jahren 2,5 bis 4 Millionen Euro weniger im Etat habe. Vor diesem Hintergrund müsse man beim größten Etatposten ansetzen, den Ausgaben für Gehälter und Beraterhonorare. Man habe zwar bei der Kaderplanung für die kommende Saison festgestellt, dass Spieler und Berater noch immer «ziemlich optimistisch unterwegs» seien. Er glaube allerdings, dass sich «dieses Rattenrennen» schon in dieser Transferperiode legen werde. Die Hessen haben in den vergangenen Jahren laut Fritsch einige Rücklagen gebildet, auf die der Verein in der kommenden Saison zurückgreifen könne, um Lücken im Etat zu schließen. «Wir sind wirklich sehr stabil, und wir sind zukunftsfähig», sagte Fritsch, der den Verein seit 2012 führt. Rückblickend auf die abgelaufene Saison mit Rang fünf lobte der 58-Jährige die Arbeit des scheidenden Trainers Dimitrios Grammozis. Der Verein habe mehrere Vorstöße für eine Verlängerung unternommen, zuletzt noch in der Corona-Pause, als die Verhandlungen bereits offiziell gescheitert waren. Dass Grammozis den angebotenen Einjahresvertrag nicht angenommen habe, sei dessen Entscheidung gewesen. Der neue Trainer Markus Anfang, der einen Zweijahresvertrag erhielt, wird am Donnerstag in Darmstadt offiziell vorgestellt.

(Quelle: dpa)

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