Rund 200 Feuerwehreinsätze nach Unwetter in Lübeck

(Quelle: dpa) Lübeck (dpa/lno) - Schwere Gewitter und Regenschauer haben am Samstag zahlreiche Feuerwehreinsätze verursacht. Alleine in Lübeck rückten die Einsatzkräfte nach heftigen Regenfällen in kurzer Zeit etwa 200 mal aus. Zwei Menschen verletzten sich im Stadtteil St. Jürgen bei einem Blitzeinschlag, wie die Feuerwehr mitteilte. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Blitz hatte ein Feuer in einem Schuppen neben einem Wohngebäude ausgelöst. Die beiden Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Einschlags in unmittelbarer Nähe. Nahezu zeitgleich gab es in Lübeck ein weiteres Feuer im Stadtteil St. Gertrud. Rund 200 Feuerwehrleute waren in der Hansestadt am frühen Nachmittag insgesamt im Einsatz. Sie mussten sich auch um zahlreiche vollgelaufene Keller und Alarme aufgrund von ausgelösten Brandmeldeanlagen kümmern. Das Unwetter zog am Samstag über weite Teile von Hamburg und Schleswig-Holstein in Richtung Ostsee. Die «Ostseezeitung» berichtete auf ihrer Internetseite, dass Gewitter an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein zwischen Groß Sarau und Schönberg sowie zwischen dem Kreuz Wismar und der Raststätte Fuchsberg den Verkehr auf der Autobahn 20 zeitweilig zum Erliegen gebracht hätten. Stellenweise habe das Wasser 20 Zentimeter hoch auf der Fahrbahn gestanden. Bis 13.30 Uhr hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits für mehrere Städte in Schleswig-Holstein amtliche Unwetterwarnungen herausgegeben und gewarnt, dass in den betroffenen Bereichen mit Starkregen mit Mengen von 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter und Sturmböen bis 100 km/h gerechnet werden müsse. Vereinzelt seien auch Hagelschauer möglich. Der Wetterdienst mahnte zur Vorsicht. «Die Hauptgefahr ist in jedem Fall der plötzlich eintretende Starkregen und die damit verbundenen Unwetter», sagte ein DWD-Meteorologe am Samstag. Während etwa zur Mittagszeit lediglich der Nordosten Hamburgs und vereinzelte Regionen Schleswig-Holsteins von starken Regenfällen betroffen waren, müsse für die Abendstunden mit flächendeckenden Gewittern und Starkregen in beiden Bundesländern gerechnet werden. Angesichts der düsteren Wetterprognosen blieben selbst bei Temperaturen von bis zu 24 Grad die bei Kurzurlaubern sonst so beliebten Ostseestrände in Travemünde, Timmendorf oder Scharbeutz weitestgehend leer. An den Küsten hatte der Seewetterdienst Hamburg sturmartige Windböen mit bis zu 88 km/h vorhergesagt.

(Quelle: dpa)

Das könnte Sie auch interessieren ...

expand_less